Doris Uhlich
Tank
Tanz/Performance
Oktober 20 | 19.00 Uhr
Oktober 21 | 19.00 Uhr
Festsaal
15/10€
auf Englisch

I want to stink again, to smell my body again! Ein großer gläserner Kasten steht im Zentrum der Bühne, der Körper von Performerin und Choreografin Doris Uhlich kommt durch den dichten Nebel nur langsam zum Vorschein. In TANK begibt sich das Publikum in filmischen, robotischen, biotechnologischen und medizinischen Assoziationsketten in eine fesselnde, fast cineastische Auseinandersetzung mit dem Körper als Experimentierfeld und seiner Modifikation durch neue Technologien. Der Tank auf der Bühne, erbaut vom Berliner Kollektiv Proper Space, evoziert Bilder bekannter Science-Fiction-Motive wie etwa dem der Test Tube Girls aus den 1950er Jahren und Filmen wie Alien: Resurrection. Hier taucht der Tank immer wieder als szenisches Arrangement der Körpermodifikationen auf und steht in der Regel für die Isolation von unbekannten und gefährlichen Lebensformen. In Doris Uhlichs Solo-Performance avanciert der Tank zu einem Ort des Studiums und der Erprobung von Körpertransformationen, der Widerstände und technologische Glücksversprechungen.

Das Stück dauert ca. 1 Stunde ohne Pause. Es wird englische Lautsprache verwendet. Das Stück ist aber auch ohne Englischkenntnisse zugänglich. Die Lichtsituation auf der Bühne sowie im Publikumsraum ist durchgängig sehr dunkel. Es wird laute Technomusik gespielt. Auf der Bühne gibt es Nebel und an einer Stelle wenig Zigarettenrauch. Der Publikumsbereich auf der Tribüne ist bestuhlt. Es gibt einen Sitzsackplatz und zwei Rollstuhlplätze, die nach Verfügbarkeit telefonisch reserviert oder im Online-Ticketshop sowie an der Abendkasse gekauft werden können. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Gina Jeske unter oder 030 27 89 00 35.

DORIS UHLICH (*1977) studierte am Konservatorium der Stadt Wien. Seit 2006 entwickelt sie vielfach preisgekrönte Projekte. Mit ihren Produktionen stellt sie gängige Formate und Körperbilder infrage: Sie arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Biografien und körperlichen Einschreibungen, befragt das klassische Ballett auf seine Übersetzbarkeit in zeitgenössische Kontexte hin, öffnet die Tanzfläche für Menschen mit körperlicher Behinderung, zeigt die Potenziale von Nacktheit jenseits von einfacher Erotisierung und Provokation, untersucht auf vielschichtige Weise die Beziehung zwischen Mensch und Maschine oder setzt sich mit der Zukunft des menschlichen Körpers im Zeitalter seiner chirurgischen und genetischen Perfektionierung auseinander. Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein. www.dorisuhlich.at

Audiodeskription + Bühnenführung für blinde und sehbehinderte Menschen Oktober 20

KONZEPT Doris Uhlich, Boris Kopeinig CHOREOGRAFIE, PERFORMANCE Doris Uhlich DRAMATURGISCHE ZUSAMMENARBEIT Adam Czirak, Yoshie Maruoka DJ Boris Kopeinig TEXT Boris Kopeinig, Doris Uhlich Tank Proper Space (Angela Ribera, Konstanze Grotkopp, Juliette Collas) LICHT Sergio Pessanha TECHNISCHE BETREUUNG Gerald Pappenberger PRODUKTION Margot Wehinger International Distribution Something Great Dank an Karin Harrasser, Marian Kaiser

Eine Produktion von Doris Uhlich in Koproduktion mit tanzhaus nrw Düsseldorf, ImPulsTanz Wien, brut Wien und insert Tanz und Performance GmbH. Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. Das Gastspiel im Rahmen des Festivals Coming of Age wird ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Medienpartner: Berlin Art Link, taz.die tageszeitung, tipBerlin